Gute Kitas für bessere Bildungschancen

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Berlin ist Vorreiter bei der frühkindlichen Bildung. Kinder sind Berlin viel wert. Aus gutem Grund: Frühkindliche Bildung entscheidet ganz wesentlich über den späteren Schulerfolg und die beruflichen Chancen. Die Berliner SPD hat deshalb für ein Kitaplatzangebot gesorgt, das bundesweit zur Spitzenklasse gehört. Weil Bildung nicht vom Portemonnaie der Eltern abhängen darf, wird die Kita in Berlin schrittweise beitragsfrei. Ab 2011 wird es in den letzten drei Jahren vor der Schulzeit keine Kostenbeteiligung mehr geben - damit löst die SPD ein Versprechen aus dem Wahljahr 2006 ein. Mittel aus dem Konjunkturprogramm II fließen in die Sanierung der Gebäude. Gleichzeitig wird die Qualität der Kitas immer weiter verbessert - zum Beispiel durch zu- sätzliche Erzieherstellen. Das heißt: mehr Zeit für das einzelne Kind und eine bessere Förderung. Zum Thema „Handwerker in die Kitas- wie erfüllen die Kitas ihren Bildungsauftrag?“ hatte die Altglienicker SPD zu einer Gesprächsrunde und Erfahrungsaustausch mit unserer Wahlkreisabgeordneten Ellen Haußdörfer MdA und dem Bezirksstadtrat für Schule und Jugend Dirk D. Retzlaff eingeladen.

Deutlich wurde, dass in den Kitas heute schon ein großer Erzieher Fachkräftemangel herrscht. In den nächsten Jahren wird sich der Erziehermangel noch verschärfen, da durch den Erfolg des Volksbegehrens der Erzieherschlüssel erhöht wurde.
Die Pläne der Senatsverwaltung "Quereinsteiger" zuzulassen und auszubilden, sollen dem Erziehermangel begegnen. Aber geht das zu Lasten der Qualität?
Die Regelausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher verlangt ein Fachabitur und anschließend ein  3 jähriges Studium an der Fachschule für Sozialpädagogik. Dem gegenüber gibt es jetzt die Möglichkeit des berufsbegleitenden Studiums und auch die Möglichkeit ohne Studium eine "Nichtschülerprüfung" zu absolvieren und so den Berufsabschluss zu erwerben.
 
Können damit die wachsenden Anforderungen an Erzieherinnen und Erziehern wie z.B. die Umsetzung des Berliner Bildungsprogrammes, die verbindliche Einführung des Sprachlerntagebuches zur Förderung der Sprachentwicklung, die Vorgaben zum Qualitätsmanagement und der erhöhte Bertreuungsbedarf für unter Dreijährige gelöst werden?

In der Gesprächsrunde wurde deutlich, dass Quereinsteiger, vor allem auch männliche Erzieher mit einem anderen beruflichen Hintergrund in den Kitas eine Bereicherung sein können. Eine so genannte "Nichtschülerprüfung" ohne zusätzliche Ausbildung wird dagegen abgelehnt.
Ein besserer Weg zum "Quereinsteiger"-Erzieher ist dagegen das berufsbegleitende Studium zum Erzieher. Dafür muss aber zukünftig noch mehr Werbung gemacht werden.
H.M.

 
 

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