Müller: „Berliner SPD für das Zusammenwachsen der Stadt“

Berlin


Michael Müller, Landesvorsitzender der Berliner SPD

Zur Gründung der SDP vor 20 Jahren
Am 26. August 1989 wurde der Aufruf zur Gründung einer sozialdemokratischen Partei in der DDR erstmals auf einem Seminar zum Thema Menschenrechte in der Golgatha- Kirche öffentlich gemacht. Damit wurde ein wichtiger politischer Impuls gegeben, der letztlich zur friedlichen Revolution in der DDR und zur deutschen Einheit führte.

Michael Müller, Landesvorsitzender der Berliner SPD: „Die Initiative zur Gründung der SDP ist unter den Bedingungen eines Überwachungsstaates erfolgt, die Gründungsmitglieder mussten Inhaftierung und Verfolgung fürchten. Deshalb kann ihr Engagement heute gar nicht hoch genug bewertet werden. Sie haben die Alleinherrschaft der SED offen angegriffen und sind für das sozialdemokratische Ideal einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft eingetreten. Die Sozialdemokraten in der DDR haben damit einen wesentlichen Anteil daran, dass die friedliche Revolution in der DDR zum Erfolg führte. Seit 20 Jahren ist die Mauer weg und die Menschen kommen sich wieder näher. Seit 20 Jahren ist Berlin wieder Berlin. Damals wie heute steht die Berliner SPD für das Zusammenwachsen der Stadt.“
Martin Gutzeit, Mitinitiator der sozialdemokratischen Partei in der DDR: „Mit dem Aufruf zur Gründung einer sozialdemokratischen Partei in der DDR wurde der Machtanspruch der SED und damit letztlich die DDR infrage gestellt. Denn eine solche Partei ließ sich nicht in das Machtgefüge der SED integrieren. Unser Aufruf enthielt Grundsätze, wie Staat und Gesellschaft zu einem pluralistischen System umgestaltet werden sollten. Wir wollten die Entwicklung hin zu einer parlamentarischen Demokratie und einem Rechtsstaat. Auch wenn die DDR- Staatssicherheit frühzeitig Kenntnis von dem Vorhaben hatte – unterdrücken konnte sie die sozialdemokratische Idee nicht mehr.“

 
 

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